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Gewalt gegen Frauen und Mädchen zählt zu den häufigsten Menschenrechtsverletzungen in der Welt, wobei Frauen das größte Risiko haben, durch einen Mann, den sie kennen, Opfer von Gewalt zu werden. Die erste repräsentative Untersuchung in Deutschland zu dieser Problematik kommt zu dem Ergebnis: „ Rund 25 % der in Deutschland lebenden Frauen haben Formen körperlicher oder sexueller Gewalt (oder beides) durch aktuelle oder frühere Beziehungspartnerinnen oder –partner erlebt“ (MfFSFJ 2004).
Mitarbeiterinnen in Frauenberatungsstellen wissen, wie wichtig es für Frauen ist, erste Warnzeichen für Störungen zu beachten und nicht zu warten, bis das (Beziehungs)System zusammenbricht. Zu den besten Schutzmaßnahmen zählt das Wissen über eine mögliche Gefährdung! Vor diesem Hintergrund hat der Dachverband der autonomen Frauenberatungsstellen NRW, die Präventionskampagne konzipiert: Warnsignale häuslicher Gewalt – erkennen und handeln Hauptmotiv der Kampagne sind 15 zu einem Set verbundene Karten, die als WARNSIGNALE verschiedene Szenen für eine kritische Beziehungsdynamik zeigen, die auf eine beginnende Gewaltdynamik verweisen (können). Die Bilder sind ausgekoppelt aus dem Buch der Autorin Rosalind B. Penfold: Und das soll Liebe sein? Geschichte einer bedrohlichen Beziehung“, 2006 in der Übersetzung im Eichborn Verlag erschienen. Die Autorin hat ihre Erfahrungen der Verstrickung in eine vermeintliche Liebesbeziehung, die sich allmählich zu einem Alptraum entwickelte, und ihre schrittweise Befreiung daraus in außerordentlich klarer und einprägsamer Weise zeichnerisch dargestellt. Der Wert dieses Buches liegt darin, dass es Spiegel für Frauen (und UnterstützerInnen) ist, die Gewaltdynamik zu erkennen und Stärkung, sich aus einer Gewaltbeziehung lösen zu können. Die Warnsignale können auf verschiedenen Präventionsebenen eingesetzt werden. Sie sind eine Möglichkeit, die Gefahr häuslicher Gewalt sowohl auf der (potentiellen) Opfer-, aber auch auf der Täterseite zu erkennen. Und da, wo sich jemand wieder erkennt, sich als gefährdet wahrnimmt, können sie einen Impuls geben, dass das Erkennen zum Handeln führt, Schritte unternommen werden, um die beginnende oder bestehende Gewaltdynamik zu unterbrechen bzw. sich Unterstützung für diesen Weg zu suchen. Auch wenn die Warnsignale sich von unserer Intention her an Frauen richten, haben wir bereits Rückmeldung von Beratern, die sie als geeignetes Material für die Arbeit mit Gefährdern ansehen und einsetzen wollen. Zur Kampagne gehören eine Ausstellung sowie unterschiedlichste Materialien.
Besuchen Sie unsere Internetseite www.warnsignale-gewalt.de |
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