Gemeinsam für ein gewaltfreies Leben!
Fachtag zur Vernetzung der Frauenberatungsstellen und Frauenhäuser in NRW

Schnelle, unbürokratische und niederschwellige professionelle Hilfe für gewaltbetroffene Frauen, genau diese Ziele verfolgen die Frauenberatungsstellen und Frauenhäuser in NRW. Sie beraten Frauen zu allen Formen von Gewalt und stellen ihnen bei akuter Gefahr für Leib und Leben einen geschützten Aufenthaltsort für sich und ihre Kinder bereit mit der Absicht, Frauen ein gewaltfreies Leben zu ermöglichen.

Um diesem Ziel näher zu kommen, ist eine Intensivierung der guten Zusammenarbeit zwischen den Frauenberatungsstellen und den Frauenhäusern in NRW unerlässlich. Der Fachtag zur Vernetzung der Frauenberatungsstellen und Frauenhäuser in NRW nimmt diesen Gedanken auf und möchte den Mitarbeiterinnen beider Institutionen die Gelegenheit bieten, den fachlichen Austausch zu verstärken und die Arbeit gegen Gewalt an Frauen voranzutreiben.

Unter dem Titel „Gemeinsam für ein gewaltfreies Leben! Fachtag zur Vernetzung der Frauenberatungsstellen und Frauenhäuser in NRW“ fand am 28. Januar 2020 im Hotel Franz in Essen ein landesweites Vernetzungstreffen der Frauenberatungsstellen und Frauenhäuser aus NRW statt.

Mit der  Key-Note 40 Jahre Anti-Gewalt-Arbeit – und kein Ende?! – Zur Notwendigkeit wirkungsvoller Prävention von Gewalt gegen Frauenvon Frau Dr. Monika Schröttle (Forschungs- und Beobachtungsstelle Geschlecht, Gewalt, Menschenrechte am Institut für empirische Soziologie an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg) wurde der Fachtag inhaltlich eröffnet. Es folgten ein thematisches Worldcafé, wo sich in 10 Gruppen à 12 Teilnehmer*innen in 2 Runden à 40 Minuten zu selbstgewählten Themen ausgetauscht wurde.

Am Nachmittag fanden Workshops zu


I „Selbstwirksamkeit und Bindung – Perspektive Frauen, Mitarbeiterinnen und Rahmenbedingungen“
Wie kann Selbstwirksamkeit so gestärkt werden, dass gewaltbetroffene Frauen ihre Handlungsfähigkeit (wieder-)erlangen? Wie können Mitarbeiterinnen der Frauenberatungsstellen und Frauenhäuser ihre Arbeit respektive Bindung zur gewaltbetroffenen Frau so gestalten, dass diese sich selbstwirksam erleben? Was begünstigt eine gelingende Vermittlung und, umgekehrt, welche Hürden tun sich im Beratungs- und Unterstützungsprozess auf, die den Übergang von einer Institution zur nächsten erschweren? 

II a „Zugangshürden abbauen! Schutz, Hilfe und Beratung vor Gewalt anbieten! – Gelingende Teilhabe von Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrung“

Wie kann die Teilhabe von gewaltbetroffenen Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrung am Frauenhilfesystem gelingen? Was wirkt sich dabei positiv, was negativ auf die Teilhabechancen von Frauen mit Flucht- und Migrationserfahrung aus?

II b „Zugangshürden abbauen! Schutz, Hilfe und Beratung vor Gewalt anbieten! – Gelingende Teilhabe von Frauen mit Behinderung“
Wie kann die Teilhabe von gewaltbetroffenen Frauen mit Behinderung am Frauenhilfesystem gelingen? Was wirkt sich dabei positiv, was negativ auf die Teilhabechancen von Frauen mit Behinderung aus?

III „Bedingungen guter Vernetzung“

Was sind die Bedingungen einer guten Vernetzung von Frauenberatungsstellen und Frauenhäuser? Wie entwickelt sich eine gute Vernetzung? Welche regionale und/oder lokale Kooperationspartner*innen und Unterstützer*innen sind dafür nötig? Was sind Hürden respektive best practices in der Vernetzung?

Alle Workshops umfassten einen kurzen Impulsvortrag mit anschließender Diskussion.

Der Fachtag wurde von Cornelia Benninghoven (Journalistin) moderiert.

Die Dokumentation finden Sie hier.

 

Veranstalter*innen:

Dachverband der autonomen Frauenberatungsstellen NRW e.V.
Planckstraße 66a
45147 Essen

Telefon: 0201 74947895
E-Mail: mail@frauenberatungsstellen-nrw.de

Konferenz der Frauenhäuser NRW:
Arbeiterwohlfahrt Bezirk Westliches Westfalen e.V.
Caritasverband für die Diözese Münster e.V.
Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband NRW e.V.
Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. – Diakonie RWL
LAG Autonomer Frauenhäuser NRW e.V.

 

Gefördert vom:

Die Dokumentation des Fachtags finden Sie hier.