Es fing an wie im Märchen – und endete in der Hölle. Was Frauen dazu verleitet, sich im Namen der Liebe selbst zu verleugnen, und wie weit sie dabei gehen, zeigt Rosalind B. Penfold in ihrer gezeichneten autobiografischen Geschichte „Und das soll Liebe sein?“.

Wie lange dauert es, bis eine Frau begreift, dass sie in einer zerstörerischen Beziehung lebt?

Im Fall von Rosalind B. Penfold vergingen 10 Jahre, bis sie sich endlich aus einer elementar bedrohlichen Partnerschaft befreite. Als sich die selbstbewusste Mitdreißigerin, genannt Roz, Hals über Kopf in Brian verliebt, wähnt sie sich in den Armen ihres Traummannes. Nur zu schnell entpuppt sich die Liebesbeziehung als wahrer Albtraum.

Demütigungen und subtile Machtspielchen entwickeln sich zu verbaler, emotionaler, sexueller und schließlich auch körperlicher Gewalt. Doch zu verführerisch sind Brians überschwängliche Liebesbekundungen, die seinen Attacken regelmäßig folgen. „Kuss! Tritt! Kuss! Tritt! Kuss! Tritt!“

In der Hoffnung auf den jeweils nächsten Kuss hält Roz durch und verschließt die Augen vor der Wirklichkeit. Um sich Klarheit über ihre Gefühle und Wahrnehmungen zu verschaffen, beginnt sie, ihre Erlebnisse als Illustrationen zu Papier zu bringen. Ein gezeichnetes Tagebuch, das sie vor der Welt versteckt hält und auch selbst erst wieder ausgräbt, nachdem sie dem Beziehungswahnsinn endlich ein Ende setzen konnte.

Das Buch der Kanadierin Penfold (Pseudonym) entfachte im angloamerikanischen Raum einen Sturm der Begeisterung und regte die öffentliche Diskussion über Missbrauch in Partnerschaften neu an. Das Format der „graphic novel“ erweist sich als ideale Umsetzung der brisanten Thematik.

„Ich habe mich instinktiv dem Zeichnen zugewendet, weil ich nicht fassen konnte, was mit mir geschah. Ich musste es schwarz auf weiß vor mir sehen. Diese Illustrationen, die mir Distanz gaben, wirken ironischerweise auf andere wie Großaufnahmen. Sie erwiesen sich als viel persönlicher, als Worte je hätten sein können. Die Welt ist voller Menschen wie mich, ich bin nur eine unter vielen.“ Rosalind B. Penfold auf die Frage, warum dieses Buch entstanden ist. Einfühlsam und klarsichtig zeigt dieses Buch, was Frauen dazu verleitet, sich im Namen der Liebe selbst zu verleugnen.


Sie können dieses Buch direkt über den Dachverband der autonomen Frauenberatungsstellen NRW e.V. beziehen. Es kostet 16,90 € + Versandkosten.

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„Ich habe mich instinktiv dem Zeichnen zugewendet, weil ich nicht fassen konnte, was mit mir geschah. Ich musste es schwarz auf weiß vor mir sehen.“
Rosalind B. Penfold