Online-Schulung

Rechtliche Aspekte in der Beratung bei sexualisierter Gewalt


Bei der Beratung von Betroffenen sexualisierter Gewalt treten vielfältige rechtliche
Fragestellungen auf:

  • Die betroffenen Frauen müssen entscheiden, ob eine Anzeige erstattet soll und
    wie deren „Erfolgsaussichten“ sind. Für eine Einschätzung sind Kenntnisse über
    die materielle Rechtslage erforderlich. Wird ein Strafverfahren durchgeführt, ist
    eine bestmögliche opferschützende Gestaltung des Strafverfahrens von
    grundlegender Bedeutung für die meist traumatisierten Klient*innen. Das
    erfordert Kenntnisse über den Ablauf und Gestaltungsmöglichkeiten im
    Strafverfahren.

  • Bei Beraterinnen besteht häufig Unsicherheit über eigene Rechte und Pflichten
    (Schweigepflicht, Aussagepflicht, Datenschutz, Kindesschutz etc.).

  • In der Beratung von Jugendlichen oder Frauen, die unter Betreuung stehen,
    kann sich herausstellen, dass Klientinnen und deren Vertreter*innen
    unterschiedliche Bedürfnisse und Ziele haben. Mit möglichen
    Interessenkonflikten muss umgegangen werden.


Die Fortbildung richtet sich an Beraterinnen, die bei sexualisierter Gewalt beraten oder
in ihrer Beratungsarbeit mit sexualisierter Gewalt konfrontiert werden. Kenntnisse
sollen vertieft werden und es besteht Gelegenheit zum fachlichen Austausch.


Referentin:
Martina Lörsch, berät und vertritt seit 2003 als Rechtsanwältin und Fachanwältin für Strafrecht Betroffene von Gewalt.

Termin:
Dienstag, 22.02.2022, 10.00 - 17.00 Uhr

Kosten:
120 €

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