Jede vierte, der in Deutschland lebenden Frauen zwischen 18 und 74 Jahren, hat durch aktuelle oder frühere Beziehungspartner bereits Gewalt erlebt (Häusliche Gewalt). Häusliche Gewalt stellt dabei eine besondere Belastung dar, da sie an einem eigentlichen Schutz- und Rückzugsort geschieht und durch eine vermeintliche Vertrauensperson ausgeübt wird.

Was versteht man unter häuslicher Gewalt?

Häusliche Gewalt bezieht sich auf jegliche Formen von Gewalt zwischen Personen, die in einem Haushalt leben, d.h. sie umfasst dabei sowohl physische als auch psychische Formen der Gewalt und äußert sich durch

  • Beleidigungen
  • soziale Isolation
  • Demütigungen und Erniedrigungen
  • Kontrolle
  • Prügel
  • sexualisierte Gewalt
  • Drohungen
  • Einschüchterung
  • Ignorieren
  • Verdrehen von Tatsachen (Gaslighting)

 

Wer erlebt häusliche Gewalt?

In besonderem Maße findet häusliche Gewalt in Form von Partnerschaftsgewalt, ausgehend vom (Ex-)Partner gegenüber der (Ex-)Partnerin, statt. Grundsätzlich sind Frauen jeden Alters, jeder ethnischen und religiösen Zugehörigkeit, jeder Schicht und Bildung von häuslicher Gewalt betroffen.

 

Wie entsteht häusliche Gewalt?

Gewalt in der Partnerschaft entsteht nicht von heute auf morgen. Meist ist es ein schleichender Prozess, der fast unmerklich beginnt. Gerade deswegen werden erste Signale viel zu oft übersehen! Das frühzeitige Erkennen möglicher Gefährdungen kann dazu beitragen Gewalt zu verhindern und eine beginnende Gewaltdynamik zu beenden.

Sie möchten über Warnsignale in Ihrer Beziehung sprechen?

Sie haben selbst häusliche Gewalt erlebt? Oder sie kennen Betroffene?

Informieren Sie sich über ihre rechtlichen Möglichkeiten zum Schutz vor häuslicher Gewalt und/ oder wenden Sie sich direkt an eine Frauenberatungsstelle in Ihrer Nähe.