Rechtliche Aspekte in der Beratung bei sexualisierter Gewalt

 Bei der Beratung von Betroffenen sexualisierter Gewalt treten vielfältige rechtliche Fragestellungen auf:

  • Die betroffenen Frauen müssen entscheiden, ob eine Anzeige erstattet werden soll und wie deren „Erfolgsaussichten“ sind. Für eine Einschätzung sind Kenntnisse über die materielle Rechtslage erforderlich. Wird ein Strafverfahren durchgeführt, ist eine bestmögliche opferschützende Gestaltung des Strafverfahrens von grundlegender Bedeutung für die meist traumatisierten Klient*innen. Das erfordert Kenntnisse über den Ablauf und Gestaltungsmöglichkeiten im Strafverfahren.
  • Bei Beraterinnen besteht häufig Unsicherheit über eigene Rechte und Pflichten (Schweigepflicht, Aussagepflicht, Datenschutz, Kindesschutz etc.).
  • In der Beratung von Jugendlichen oder Frauen, die unter Betreuung stehen, kann sich herausstellen, dass Klientinnen und deren Vertreter*innen unterschiedliche Bedürfnisse und Ziele haben. Mit möglichen Interessenkonflikten muss umgegangen werden.

Die Fortbildung richtet sich an Beraterinnen, die bei sexualisierter Gewalt beraten oder in ihrer Beratungsarbeit mit sexualisierter Gewalt konfrontiert werden. Kenntnisse sollen vertieft werden und es besteht Gelegenheit zum fachlichen Austausch.


Referentin:
Rechtsanwältin Petra Ladenburger

Rechtsanwältin und Fachanwältin für Familienrecht
Seit 4 Jahren führt sie für die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs Anhörungen von Betroffenen durch. An der TH Köln, Fakultät für Soziale Arbeit, ist sie seit 10 Jahren als Lehrkraft mit dem Schwerpunkt Gewaltschutz und Kinder- und Jugendhilferecht tätig. Sie hat in zwei Untersuchungskommissionen zu sexueller Gewalt mitgearbeitet und zum Thema Opferschutz veröffentlicht.

Termin:
17.03.2021, 10.00 – 17.00 Uhr
                 
Kosten:
120 €

Diese Fortbildung wird gefördert mit Mitteln der

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