Resilienz durch Atem- und Nervensystemarbeit
Wenn der Atem stockt: Den Körper als Anker in der 1:1 Begleitung nutzen. Das
Nervensystem verstehen und über den Atem regulieren.
In der psychosozialen Begleitung bist Du als Beraterin Dein wichtigstes Werkzeug.
Doch der Alltag ist intensiv: Täglich begegnest Du hohen emotionalen Anforderungen, Gewalt und Not.
Vielleicht kennst Du das Gefühl aus der 1:1 Begleitung:
Warum fühle ich mich manchmal sehr zugewandt und sicher, und ein anderes
Mal nach einem Gespräch völlig erschöpft?
Warum stockt mir plötzlich der Atem, wenn meine Klientin erzählt?
Häufig „fallen” wir unbewusst in das System unseres Gegenübers hinein. Wenn unser
eigenes Nervensystem dabei in einen Zustand von Übererregung oder Erschöpfung
gerät, verlieren wir den Zugang zu unserer Kraft und Präsenz.
Hier setzt unsere Arbeit an: Wir nutzen die Erkenntnisse und das Wissen aus der
Polyvagal-Theorie, um zu verstehen, was in diesen Momenten im Körper passiert. Wir
zeigen auf, wie die Atmung und das Autonome Nervensystem (ANS) untrennbar
miteinander verbunden sind. Ziel ist es, den Atem nicht nur als biologische Funktion,
sondern als aktive Ressource zu begreifen.
Nur ein schwingungsfähiges und reguliertes Nervensystem kann die eigene Resilienz
(das sogenannte Window of Tolerance) erweitern. In dieser Fortbildung lernst Du, Dich
in Deinem eigenen System sicher und verbunden zu fühlen – als Voraussetzung für eine
stabile und kraftvolle Begleitung.
INHALTLICHE SCHWERPUNKTE
Tag 1: Die eigene Basis – Atemsystem und Selbst-Gewahrsein - Der erste Tag dient
der Fundamentbildung durch das Verständnis des eigenen Nervensystems.
Neurobiologische Zusammenhänge: Wir untersuchen die Verbindung zwischen
Atmung und Nervensystemzuständen in der Selbsterfahrung.
Psychohygiene & Resilienz: Reflexion der eigenen Kapazitäten: Warum fühlen wir
uns in der Begleitung sicher und wann tritt Erschöpfung ein?
Ressourcenaktivierung: Der Atem wird als primäre Ressource zur Erweiterung
des eigenen Belastungsfensters (Window of Tolerance) etabliert.
Tag 2: Sicherheit und Co-Regulation im Beratungskontext - Am zweiten Tag liegt der
Fokus auf der Anwendung und dem Erhalt der Stabilität im Kontakt mit der Klientin.
Diagnostik & Steuerung: Nutzung des Atems als „Barometer“ zur Wahrnehmung
des eigenen Zustands und als „Fernbedienung“ für den Zugriff auf das Autonome
Nervensystem.
Sicherer Raum: Erschaffung eines anstrengungsfreien, sicheren Raums für die
Klientin durch die eigene Verankerung in Sicherheit und Verbundenheit.
Nachhaltige Regulation: Vertiefung von Techniken zur Selbst- und Co-Regulation,
um ein „Hineinfallen“ in die Dynamik des Gegenübers zu verhindern.
Termine:
Ort:
Beginenhof Essen, Goethestr. 63-65
Preis: