Selbstfürsorge und Grenzen in der ehrenamtlichen Arbeit mit geflüchteten Menschen.
Eine Multiplikatorinnen Fortbildung für Ehrenamts-Koordinatorinnen

Gerade Frauen, die ein Ehrenamt annehmen, werden in starkem Maße zur Beziehungspflege eingesetzt, oft ist es auch genau das, was sie wollen. Zuhören, Verständnis aufbringen, Empathie ohne Grenzen. Eigene biografische Elemente wie z.B. die Fluchtgeschichte eigener Eltern oder Großeltern spielen oft eine Rolle bei einem Einsatz, der zu aufopfernder Hingabe bis hin zur Selbstaufgabe führen kann.

Als Koordinatorin haben Sie die Aufgabe, die Ehrenamtlerinnen passend einzusetzen, und gleichzeitig dafür Sorge zu tragen, dass grade die Frauen sich nicht „verheizen“.

Inhalte:

  • Worauf muss ich bei der Auswahl der Ehrenamtlerinnen und deren Einsatzort achten?
  • Wie funktioniert Selbstfürsorge im Ehrenamt, wenn es doch anderen vermeintlich schlechter geht?
  • Was ist wichtig für anti-rassistische und anti-sexistische Qualitätssicherung?
  • Wie können eigene Grenzen erkannt, benannt und respektiert werden?
  • Wie gehe ich mit der zum Teil immer stärker werdenden Ablehnung und medialen Hetze gegen Geflüchtete und auch gegen die eigene Arbeit um?
  • Wie schaffe ich eine Solidaritätshaltung, in der ich dennoch abgegrenzt bleibe?
  • Raum für eigene Anliegen und Fallbeispiele

Mit Elementen der systemischen Therapie, der Hypnotherapie und der Körperarbeit werden wir uns einen Tag dem Thema Selbstfürsorge und Grenzen widmen. Alles wird so näher gebracht, dass Sie das Erlernte gut weitergeben können.
Es wird mit einem hohen Selbsterfahrungsanteil gearbeitet.

 Referentin: Susan Bagdach, Gründerin und Geschäftsführerin des Interkulturellen Frauen- und Mädchen-Gesundheitszentrum Holla e.V. in Köln, Bundesweite Fachreferentin für interkulturelle Gesundheit von Frauen und Mädchen, Inhaberin einer Praxis für systemische Therapie und Coaching (Heilpraktikerin/Psychotherapie) und einer Schule für orientalischen Tanz
Termin: 14.09.2017, 10 - 17 Uhr
Ort: Beginenhof, Goethestr. 63 - 65, Essen

Die Fortbildung ist pädagogischen Fachkräften aus NRW vorbehalten. Die Teilnahme ist kostenlos.          
Für Getränke und Obst im Seminarraum wird eine Pauschale von 5 € erhoben.

Zur Anmeldung