Selbstfürsorge und Grenzen in der ehrenamtlichen Arbeit mit geflüchteten Menschen. Eine Multiplikatorinnen Fortbildung für Ehrenamts-Koordinatorinnen

Das Berufsfeld von Ehrenamtskoordinatorinnen weist eine große Bandbreite an Spannungsfeldern auf. Häufig wird eine Überlastung beschrieben, die aus dem Gefühl entsteht, ständig „zwischen den Stühlen“ zu sitzen. Der Zerreißprobe zwischen individuellen Bedürfnissen der Ehrenamtlichen oder zu Unterstützenden auf der einen und Ämtern, Vorschriften und Behörden auf der anderen Seite sind die meisten Ehrenamts-koordinatorinnen ausgesetzt. Viele Frauen müssen ihren Arbeitsplatz selber einrichten und beschreiben, was Freiheiten, aber auch Verunsicherung und Stress birgt. Wenn das Hamsterrad in dem man steckt wahrgenommen wird, ist es manchmal schon zu spät.

Damit es nicht zu Selbstausbeutung und Überforderung kommt, werden in der Fortbildung zunächst der Austausch über den Arbeitsalltag und Methoden zur achtsamen Selbstwahrnehmung entwickelt. Rückmeldungen von außen helfen, eigene Muster und Strukturen zu erkennen. Das ist der erste Schritt, um diese auszulösen.  Strategien und praktische Übungen zur Stressreduktion und Abgrenzung, die eine eigene Selbstfürsorge unterstützen, werden ergänzend vorgestellt und ausprobiert. Während der Fortbildung wird mit einem hohen Selbsterfahrungsanteil gearbeitet.  Auch die Einführung in die 5+1=Meins ® Ich-Stimmen© und die Arbeit mit der eigenen Achse sind hierfür wichtige Werkzeuge. Als unterstützende Methode für Resilienzbildung wird die dreistufige 5+1=Meins® Stabilisierung vorgestellt.

Des Weiteren gibt es  einen inhaltlichen Input zum Thema Trauma, das als Hintergrundwissen für die Arbeit mit traumatisierten Menschen unabdingbar ist und weitere Handlungsstrategien für die Arbeit, sowie zur eigenen Selbstfürsorge bietet.

Ziel der Fortbildung ist es Selbsterfahrung und Selbstreflexion anzuregen, sowie Strategien der Selbstfürsorge zu erarbeiten und diese in die Ehrenamtsarbeit zu transferieren/ transformieren.

Referentin: Susan Bagdach, Gründerin und Geschäftsführerin des Interkulturellen Frauen- und Mädchen-Gesundheitszentrum Holla e.V. in Köln
Bundesweite Fachreferentin für interkulturelle Gesundheit von Frauen und Mädchen
Inhaberin einer Praxis für systemische Therapie und Coaching (Heilpraktikerin/Psychotherapie)
Inhaberin einer Schule für orientalischen Tanz

Termin: 03. + 04.07.2018, jeweils 10 - 17 Uhr

Ort: Akademie, Planckstr. 66a in Essen

Für Getränke im Seminarraum wird eine Pauschale von 10 € erhoben.

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