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UND DAS SOLL LIEBE SEIN? WARNSIGNALE HÄUSLICHER GEWALT

Rückblick auf eine erfolgreiche Aufklärungskampagne

Die Geschichte von Rosalind Penfold geht unter die Haut. Weil sie deutlich macht, dass es kein Zeichen von Dummheit oder Unzulänglichkeit ist, in einer zerstörerischen Beziehung zu landen. Weil die Erzählung hilft zu begreifen, dass das Opfer kein Einzelfall ist, sondern überall auf der Welt „Rosalinds“ leben. Weil sie zeigt, dass Frauen nach einem immer ähnlichen Muster in toxische Beziehungen rutschen. Weil die offene und ehrliche Sicht der Autorin offenbart, dass es ein langer Weg ist, um zu erkennen, dass die eigene Scham der größte Feind und das Hindernis ist, etwas dagegen zu tun.

Während ihrer 10-jährigen toxischen Beziehung führte Rosalind Tagebuch. Immer wenn ihr die Worte fehlten für all das, was sie erlebte, fertigte sie Zeichnungen an. Die Autorin hat nie gewollt, dass ihre persönlichen Zeichnungen publik werden. Bis sie sich selbst genügend Abstand zur Vergangenheit verschafft hatte und eine wichtige Entscheidung traf: Das Tagebuch sollte anderen helfen, die Warnsignale häuslicher Gewalt zu erkennen. Und so erschienen 2005 die Illustrationen und Texte von Rosalind Penfold als Graphic Novel in einer Übersetzung von Edith Beleites.

Start einer erfolgreichen Aufklärungskampagne

  • 2007 entstand ein Kartenset, welches 15 Warnsignale umfasst und von denen 9.000 Stück verkauft wurden. Es wurden Poster, auch in den Sprachen russisch und türkisch, entwickelt. 
  • 2009 folgte eine Ausstellung mit Roll-Up´s, die auch in Kombination mit Vorträgen und einem eigens entwickelten Schulungskonzept zur Arbeit mit den Warnsignalen gebucht werden konnte. 
  • Der Dachverband verlegt das Buch „Und das soll Liebe sein“ 2014 fortan in Eigenregie.
  • 2014 Der Dachverband verlegt das Buch „Und das soll Liebe sein“ fortan in Eigenregie.
  • 2015 wurde die Ausstellung überarbeitet und mit Arabisch als siebte Sprache ergänzt.
  • 2020, in der Coronakrise, waren die Warnsignale Teil einer Social Media-Aktion für die Arbeit der Frauenberatungsstellen. 
  • 2021 konnten wir mit Unterstützung des Ministeriums für Gleichstellung NRW die Warnsignale als Animationsfilme verwirklichen.

Die Ausstellung war in vielen Städten in Deutschlands und Österreich zu sehen. Die Bücher und Materialien wurden in den gesamten deutschsprachigen Raum verschickt. Die Posts und Filme gingen viral.

Wir sagen Danke! 

Viel Engagement und Herzblut ist über all die Jahre in die Warnsignale-Kampagne geflossen und hat sie sehr erfolgreich gemacht. Jetzt ist es Zeit, sich von einem Teil der Warnsignale-Kampagne zu verabschieden. Wir werden die Ausstellung ab 2023 nicht mehr verleihen und die Materialien abverkaufen.

Wir sagen ein herzliches Danke an die Autorin Rosalind Penfold und die Übersetzerin Edith Beleites, denen es immer ein großes Anliegen war, uns in der Arbeit zu unterstützen. Posthum sagen wir danke an unsere frühere Vorstandsfrau Birgitta Rennefeld, die das Buch entdeckt hat und den Stein ins Rollen brachte. Wir bedanken uns bei „Die Gesellschafter“ und dem Gleichstellungsministerium NRW, die uns finanziell bei der Umsetzung unterstützt haben. Und bei flowconcept, die uns in der Weiterentwicklung all die Jahre begleitet und unterstützt haben. Nicht zuletzt bei den vielen Kolleginnen, die die Warnsignale weiterentwickelt und in ihrer täglichen Arbeit mit Leben gefüllt haben. Und natürlich den vielen „Rosalinds“, die die Bücher gekauft haben.

Es wird nicht alles zu Ende gehen: Die Filme und die vielen Bilder werden auch in Zukunft auf Youtube, vielen Webseiten und in Broschüren weiterleben.

Filme auf Youtube anschauen

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